aktuelle Ausgabe
des McMedic
vom Februar 2011


Wir sind für euch da:

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Ernst-Moritz-Arndt
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1. klinisches Jahr

Also in die Klinik
Wolltet ihr nach bestandenem Physikum im ersten klinischen Jahr all jene Aktivitäten aufnehmen, für die während der Vorklinik keine Zeit vorhanden war, müssen diese wohl weiterhin auf Eis gelegt werden. Denn das erste klinische Jahr erwartet den geneigten Studenten gleich ab Oktober mit einer Vielzahl von Veranstaltungen.
So werden die Fächer Genetik, Mikrobiologie, Geschichte der Medizin, Radiologie, erste ärztliche Hilfe, allgemeine Pharmakologie, Biomathematik, Transfusionsmedizin, Immunologie, Hygiene, klinische Chemie & Pathologie auf Eurem Vorlesungsplan stehen, einige werden in Seminaren und Kursen vertieft, die meisten in schriftlichen bzw. mündlichen Prüfungen abgeschlossen.
Neben diesen theoretischen Anforderungen werdet ihr jedoch auch (endlich!) praktisch am Patientenbett gefordert - anders als beim Krankenpflegepraktikum aus der ärztlichen Perspektive; im Untersuchungskurs dürft ihr nämlich in eine Vielzahl der ärztlichen Disziplinen am Patientenbett auf Station hinein schnuppern, Anamnesen erheben und Untersuchungstechniken mit Hammer und Stethoskop üben, manchmal sogar Blut abnehmen!
Insgesamt ist das Semester sehr voll, durch das Stauchen des Stundenplanes auf ein Semester habt ihr viel zu tun und eine Klausurphase von Ende Januar bis Ende März.
Nach der ersten Hälfte des ersten klinischen Jahres beginnt dann eine Greifswalder Spezialität, das Freisemester. Für manche Studenten handelt es sich hierbei um aufgezwungenen Lehrausfall, für andere um eine willkommene Abwechslung zum Pauksemester, denn im zweiten Hälfte des 1. Klinischen werdet ihr im Zeitraum von April bis Oktober keinerlei Pflichtveranstaltungen haben. Ihr habt die Wahl, diese Zeit für Famulaturen, den Beginn Eurer Dissertation/Doktorarbeit, oder für Urlaub zu nutzen.

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2. klinisches Jahr

Das Blockpraktikum:
Nachdem ihr die 5 harten und stressigen Monate des Theoriemarathons in Sachen Klinik überstanden habt, startet endlich, endlich der wirklich praktische Teil der Ausbildung - das Blockpraktikum!
Das Blockpraktikum findet bei uns im Gegensatz zu anderen Unis nicht nur in den fünf Pflichtfächern Innere Medizin, Chirurgie, Allgemeinmedizin, Pädiatrie und Gynäkologie statt, sondern in ALLEN klinischen Fächern. Deswegen dauert es auch 7 Monate, von April bis Oktober, also einen ganzen schönen Sommer lang.
Während dieser Zeit ist man mit "seiner" Kleingruppe von bis zu 6 Studenten zusammen und durchläuft im Wochenrhythmus die verschiedenen Stationen, von Augenheilkunde, über Derma, HNO und Urologie bis hin zu den Zähnen auf der Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie. Der Ablauf der Tage während der jeweiligen Blockpraktikumswoche variiert je nach Klinik und Verantwortlichem. Von der Mitarbeit auf Station, Seminaren, Übungen an Modellen, Abarbeiten von "Laufzetteln" und Selbststudium an sich gegenseitig im eigenen Studentenraum, bis hin zur Pflicht-Assistenz im OP ist alles geboten. Natürlich kann es auch mal sein, dass man nur rum steht und wartet.... Allen Wochen gemeinsam ist ein mündliches Abschlusstestat jeden Freitag, entweder einzeln oder manchmal auch als Gruppentestat. Geprüft wird man dabei fast immer von einem leibhaftigen Oberarzt.
Während der 7 Monate, die alle Studenten eines Semesters parallel, aber versetzt auf den einzelnen Stationen durchlaufen, hat jede 6er-Blockpraktikumsgruppe individuelle einmal 4 Wochen und einmal 3 Wochen frei! Diese freie Zeit kann man mit Urlaub, Doktorarbeit, Famulaturen oder den zusätzlichen obligatorischen Dingen des Blockpraktikums füllen. Denn bis zum Ende der 7 Monate muss man noch Pharmaseminare besucht, sowie an 2 Patho-Sektionen teilgenommen haben und ein paar Mal im Tumor-, der Mamma- und der M&M-Konferenz (Morbiditäts- und Mortalitäts-Konferenz) gewesen sein.
Klingt alles ganz schön viel, ist aber zu meistern (trotz Wochenenden am Strand und ausgiebigem Feiern :-).

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3. klinisches Jahr

Das 3. klinische ...
ein "Jahr" - eigentlich nur 3 Monate (Dezember bis Februar) - mal wieder voller Theorie in Fächern von denen man vorher noch nie etwas gehört hat. Viele gehören zu den so genannten Querschnittsbereichen. Man hat das Gefühl diese Fächer haben vorher im Studium nirgends rein gepasst und werden deshalb am Ende zusammengefasst. Die Tage bestehen eigentlich nur aus Vorlesungen und Seminaren, zum Teil sind die Veranstaltungen fakultativ, meist jedoch obligatorisch. Ein Lichtblick in diesen Monaten sind auf jeden Fall die Lehre der Rechtsmedizin und die der Anästhesie/Notfallmedizin, das sollte man sich nicht entgehen lassen!

Abgeprüft wird das erlernte Wissen wie immer in den allseits beliebten Klausuren. Jede Woche (!) am Freitag heißt es wieder "Lernst du noch, oder kreuzt du schon?". Ihr dürft euch auf Fächer wie: Gesundheitsökonomie, Epidemiologie, Umweltmedizin ... freuen!

Aber durchhalten lohnt sich! Ihr befindet euch auf den letzten Metern! Denn wenn das überstanden ist, seid ihr SCHEINFREI!!!

Und die Scheinfrei-Partys sind legendär.

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Praktisches Jahr

Last but not least - das PJ
Das Praktische Jahr am Ende des Studiums ist schon mehr "Arbeit" als "Studium". Wer alle seine vorgeschriebenen Scheine über die letzten Jahre gesammelt und nach dem Physikum 2 Jahre und 10 Monate studiert hat, darf in sein PJ starten.
Diese im Approbationsordnung festgelegten 2 Jahre und 10 Monate sind der Grund, warum nicht alle Studenten unmittelbar nach dem 3. klinischen Jahr anfangen können.
Die "Regelstudienzeitstudenten" müssen noch 6 Monate warten, bis sie ihre entsprechend geforderte Studienzeit voll haben und beginnen ihr PJ dann Mitte August. Aber freie Zeit kann man ja mit den bekannten Dingen wie Doktorarbeit, Famulaturen, Selbststudium oder auch Urlaub nutzen.
Alle anderen, die wegen ihrer Doktorarbeit, wegen einer Schwangerschaft, studientechnisch bedingt oder warum auch immer, schon mindestens 6 Monate mehr studiert haben, können gleich im Anschluss an die letzte Klausur des 3. klinischen Jahres, also direkt Mitte Februar mit dem arbeiten als PJler beginnen.

Das Praktische Jahr gliedert sich in 3 Tertiale à 16 Wochen. Die Daten der Zeiträume sind genau festgelegt. Das erste Tertial beginnt, wie gesagt, entweder Mitte Februar oder eben Mitte August.

Die beiden Pflichtfächer, die jeder Student belegen muss, sind Innere Medizin und Chirurgie. Das Wahl-Tertial darf aus den dafür zugelassenen Fächern der Uni frei gewählt werden (einsehbar auf den Seiten des Studiendekanats). Die Reihenfolge, im man die jeweiligen Tertiale nacheinander absolvieren möchte, kann man außerhalb unserer schönen Uni selbst festlegen und innerhalb der EMAU wünschen - sie wird vom Studiendekanat versucht zu ermöglichen.

Die Frage nach dem "wo" ist beim PJ auch eine essentielle. Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten, solange es sich um ein Uniklinikum oder ein Lehrkrankenhaus handelt.

  • "Man bleibt hier im schönen Mecklenburg Vorpommern. Dort stehen einem dann entweder das Klinikum in Greifswald zur Verfügung oder eben eines der Lehrkrankenhäuser (siehe unten). Auch hier gilt: Wünschen erlaubt, es wird versucht so viel wie möglich zu realisieren, klappt aber eben nicht immer.
  • "Zweite Möglichkeit wäre eine andere Stadt in Deutschland. Das gestaltet sich je nach Wunsch der Stadt als sehr schwierig bis unmöglich!. Man braucht hier mindestens einen Zweithörerschein oder muss sich immatrikulieren, was die Exmatrikulation in Greifswald bedeutet. Absprachen dazu am besten immer direkt mit dem LPA treffen.
  • "Und dann gibt es da noch das Ausland! Auf jeden Fall ne tolle Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, erfordert aber - je nach Land - einen organisatorischen Aufwand, eine gewisse Vorbereitung und das nötige Kleingeld. Das LPA Mecklenburg-Vorpommern erlaubt, dass alle drei Tertiale im Ausland absolviert werden. Aber auch wieder: lieber vorher einmal mehr fragen, ob es anerkannt wird, als hinterher im Regen stehen.

    Zur Entscheidungsfindung in allen 3 Möglichkeiten helfen immer Studis die schon mal dort gewesen sind - deshalb: Am Ende des PJs gibt's mal wieder die Chance zu evaluieren - das könnt ihr ja, also macht Gebrauch davon: www.pj-ranking.de. Nachfolgende Generationen werden es euch danken! :-)

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  • © Fachschaft Medizin Universität Greifswald | aktualisiert am 13.01.12 | Impressum